Wenn wir in Audits nach Gründen suchen, warum gute Seiten nicht ranken, landen wir erstaunlich oft bei derselben Ursache: Die Seite existiert, aber kaum ein Weg führt zu ihr. Interne Verlinkung entscheidet darüber, welche Seiten Ihrer Website Google findet, wie es sie einordnet und ob Besucher den nächsten Schritt sehen. Sie ist eine der wenigen SEO-Stellschrauben, die vollständig in Ihrer Hand liegt.
Dieser Leitfaden erklärt, was Google offiziell über interne Links und Ankertexte sagt, wie Sie Navigation, Breadcrumbs und Links im Fließtext zu einer sinnvollen Struktur verbinden, wie Sie verwaiste Seiten aufspüren und wie Sie Ihre Verlinkung mit Bordmitteln prüfen.
Vertiefung: OnPage-Optimierung bei YellowFrog · Technical SEO
Google findet Seiten laut SEO-Starter-Guide hauptsächlich über Links von Seiten, die es bereits gecrawlt hat. Jede Seite, die Ihnen wichtig ist, sollte deshalb von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website verlinkt sein. Links müssen als <a>-Element mit href umgesetzt sein, damit Google sie zuverlässig auswertet. Gute Ankertexte sind laut Google beschreibend, angemessen kurz und relevant – Keyword-Stuffing im Ankertext verstößt gegen die Spam-Richtlinien. Eine ideale Linkanzahl pro Seite gibt es nicht. Prüfen lässt sich die Verlinkung über den Linkbericht der Search Console, der allerdings nicht vollständig ist, und ergänzend mit einem Crawler.
Was interne Verlinkung ist und warum sie zählt
Interne Verlinkung ist das Netz aus Links, mit dem die Seiten einer Website aufeinander verweisen – und damit die Landkarte, nach der Google und Besucher sich auf Ihrer Website bewegen.
Interne Verlinkung umfasst alle Links, die von einer Seite einer Website auf eine andere Seite derselben Website führen: Hauptnavigation, Breadcrumbs, Footer, Verweise im Fließtext, Teaser und Listen. Im Unterschied zu externen Links (Backlinks) bestimmen Sie Ziel, Platzierung und Linktext vollständig selbst.
Google beschreibt die Rolle von Links im SEO-Starter-Guide deutlich: Google findet Seiten hauptsächlich über Links von anderen Seiten, die es bereits gecrawlt hat, und die überwiegende Mehrheit der neuen Seiten, die Google täglich entdeckt, findet es über Links. Links seien eine gute Möglichkeit, Nutzer und Suchmaschinen mit anderen Teilen Ihrer Website zu verbinden. Der sichtbare Linktext – auch Ankertext genannt – sagt Nutzern und Google zudem etwas über die verlinkte Seite.
Daraus ergeben sich zwei Aufgaben der internen Verlinkung:
- Auffindbarkeit: Jede wichtige Seite muss über mindestens einen Link erreichbar sein. In Googles Link-Best-Practices heißt es wörtlich, dass jede Seite, die Ihnen wichtig ist, einen Link von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website haben sollte.
- Einordnung: Linktext und Umfeld eines Links helfen Google und Nutzern zu verstehen, worum es auf der verlinkten Seite geht und in welchem Zusammenhang sie steht.
Eine Sitemap ersetzt interne Links nicht. Google schreibt in der Sitemap-Dokumentation, dass es den größten Teil einer Website in der Regel entdecken kann, wenn deren Seiten richtig verlinkt sind; kleine Websites mit etwa 500 Seiten oder weniger, die intern umfassend verlinkt sind, brauchen laut Google unter Umständen gar keine Sitemap. Die Sitemap ist also eine Ergänzung – die Struktur selbst entsteht durch Links.
Die technische Grundlage: Links, denen Google folgen kann
Ein interner Link wirkt nur, wenn Google ihn als Link erkennt – und das ist laut Google in der Regel nur bei einem <a>-Element mit href-Attribut zuverlässig der Fall.
Google kann URLs aus <a>-Elementen ohne href nicht zuverlässig auslesen, und Links in den meisten anderen Formaten werden von den Crawlern nicht ausgewertet. Die URL im href muss außerdem zu einer echten Webadresse auflösen. Für Bilder als Links verwendet Google das alt-Attribut des Bildes als Ankertext; fehlt der Linktext ganz, kann Google ersatzweise das title-Attribut nutzen. Wird Ankertext per JavaScript eingefügt, empfiehlt Google, das Ergebnis mit dem URL-Prüftool der Search Console zu kontrollieren.
Für die Praxis heißt das: Navigationselemente, Teaser-Karten und „Weiterlesen“-Elemente sollten echte Links sein, keine Buttons mit Klick-Funktion. Bei Bild-Teasern ist der Alt-Text zugleich der Linktext – ein leeres alt-Attribut verschenkt hier Information.
Drei Ebenen interner Links
Eine durchdachte interne Verlinkung besteht aus drei Ebenen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen: Navigation, Struktur und Kontext.
| Ebene | Beispiele | Aufgabe | Typischer Fehler (Praxis) |
|---|---|---|---|
| Navigation | Hauptmenü, Footer, Service-Links | Wichtigste Bereiche von jeder Seite aus erreichbar machen | Überladene Menüs mit Dutzenden Einträgen, Menü nur per JavaScript-Klick |
| Struktur | Breadcrumbs, Hub-Seiten, Kategorie- und Übersichtsseiten | Hierarchie und thematische Zugehörigkeit zeigen | Übersichtsseiten, die nur die neuesten Beiträge zeigen, ältere verschwinden aus der Struktur |
| Kontext | Links im Fließtext, „Passend dazu“-Hinweise | Inhaltlich verwandte Seiten verbinden und das Thema vertiefen | Generische Linktexte, Links ohne inhaltlichen Bezug, gar keine Kontextlinks |
Navigation: wenige, klare Einstiege
Die Hauptnavigation verlinkt von jeder Seite aus auf die zentralen Bereiche Ihrer Website. Unsere Praxiserfahrung: Ein Menü mit wenigen, klar benannten Einträgen hilft Besuchern mehr als ein Mega-Menü, das jede Unterseite aufführt. Tiefere Seiten erreichen Sie besser über Hub- und Kategorieseiten.
Breadcrumbs: der Weg zurück
Laut Googles Breadcrumb-Dokumentation zeigt ein Breadcrumb-Pfad die Position einer Seite in der Hierarchie der Website; Nutzer können darüber Ebene für Ebene nach oben navigieren. Google empfiehlt, Breadcrumbs so zu gestalten, dass sie einen typischen Nutzerpfad zur Seite abbilden, statt die URL-Struktur zu spiegeln. Mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList kann Google die Informationen der Seite in den Suchergebnissen einordnen. Ist eine Seite über mehrere Wege erreichbar, darf sie laut Google auch mehrere Breadcrumb-Pfade haben.
Kontextlinks: das eigentliche Werkzeug
Links im Fließtext verbinden Seiten dort, wo der Leser gerade Bedarf hat. Google rät, den Links Kontext zu geben, denn die Wörter vor und nach einem Link zählen. Mehrere Links direkt hintereinander sollten Sie vermeiden, weil Leser sie dann schwerer unterscheiden können. Und Google regt an zu überlegen, welche anderen Inhalte Ihrer Website Lesern helfen könnten, eine Seite besser zu verstehen – genau das ist die Leitfrage für jeden Kontextlink.
Hub-Seiten und Themencluster
Eine Hub-Struktur bündelt zusammengehörige Inhalte um eine zentrale Übersichtsseite und macht so sichtbar, welche Seiten thematisch zusammengehören.
Eine Hub-Seite (auch Pillar- oder Übersichtsseite) behandelt ein Thema im Überblick und verlinkt auf alle vertiefenden Seiten zu diesem Thema. Die vertiefenden Seiten verlinken zurück auf den Hub und – wo sinnvoll – untereinander. „Hub“ und „Cluster“ sind Praxisbegriffe, keine Google-Terminologie.
Google selbst spricht nicht von Hubs oder Clustern, liefert aber die Bausteine: Der SEO-Starter-Guide empfiehlt, eine Website logisch zu organisieren, und beschreibt, dass Verzeichnisse mit thematisch ähnlichen Seiten Google helfen können zu lernen, wie oft sich Inhalte in den einzelnen Bereichen ändern. Kombiniert mit der Empfehlung, Links auf relevante Ressourcen zu setzen, ergibt sich ein einfaches Muster, das sich in unseren Projekten bewährt hat:
- Ein Hub pro Kernthema: etwa eine Leistungsseite oder ein Ratgeber-Überblick, der die Unterthemen kurz einordnet und auf sie verlinkt.
- Vertiefende Seiten verlinken zurück: jede Unterseite nennt den Hub an passender Stelle, nicht nur in der Navigation.
- Querverbindungen mit Bedacht: Unterseiten verlinken einander, wenn der Leser vom einen Thema tatsächlich zum anderen will.
- Ein Thema, eine Zielseite: Für jede Suchanfrage gibt es genau eine Seite, auf die Sie intern mit passendem Ankertext verlinken – so senden Sie keine widersprüchlichen Signale.
Wie Sie Suchbegriffe den passenden Zielseiten zuordnen, bevor Sie die Verlinkung planen, zeigt unser Leitfaden zum Keyword-Mapping.
Ankertexte: was Google empfiehlt
Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Links und für Google einer der wichtigsten Hinweise darauf, worum es auf der verlinkten Seite geht.
Google formuliert die Anforderungen in den Link-Best-Practices klar: Ein guter Ankertext ist beschreibend, angemessen kurz und relevant für die Seite, auf der er steht, und für die Seite, auf die er verlinkt. Als Test schlägt Google vor, nur den Ankertext ohne Umfeld zu lesen und zu prüfen, ob er für sich verständlich ist. Generische Texte wie „Hier klicken“ nennt Google als schlechtes Beispiel. Gleichzeitig warnt Google davor, jedes Keyword, das mit der Zielseite zu tun hat, in den Ankertext zu packen – Keyword-Stuffing verstößt gegen die Spam-Richtlinien. Für interne Links hält Google ausdrücklich fest, dass mehr Aufmerksamkeit für den Ankertext helfen kann.
| Ankertext | Bewertung | Warum |
|---|---|---|
| „hier“, „mehr“, „klicken Sie hier“ | ungeeignet | Ohne Kontext nicht verständlich, sagt nichts über das Ziel |
| „Wärmepumpe Kosten Förderung Einbau Preise günstig“ | ungeeignet | Keyword-Aneinanderreihung, laut Google ein Verstoß gegen die Spam-Richtlinien |
| „unsere Leistungen“ | schwach | Beschreibt das Ziel nur vage |
| „Kosten einer Wärmepumpe im Altbau“ | gut | Beschreibend, kurz, passt zum Umfeld und zur Zielseite |
Unsere Praxisempfehlung: Variieren Sie Ankertexte natürlich, so wie sie im Satz entstehen. Wichtig ist, dass jeder Linktext das Ziel treffend beschreibt – nicht, dass er immer exakt das Fokus-Keyword wiederholt.
Wie viele Links sind richtig?
Eine ideale Zahl interner Links pro Seite gibt es nicht – Google schreibt wörtlich, dass es keine magische ideale Anzahl gibt.
Statt auf eine Zahl zu zielen, sollten Sie für jeden Link fragen, ob er dem Leser an dieser Stelle hilft. Aus unserer Erfahrung verlieren Seiten an Nutzwert, wenn jeder dritte Begriff verlinkt ist: Leser erkennen nicht mehr, welcher Link wirklich weiterführt. Umgekehrt verschenken lange Ratgebertexte ohne einen einzigen Kontextlink Potenzial – sowohl für die Orientierung der Leser als auch für die Einordnung durch Google.
Verwaiste Seiten und Klicktiefe
Verwaiste Seiten sind Seiten ohne eingehenden internen Link – sie existieren, aber die Struktur der Website führt nicht zu ihnen.
Sie entstehen typischerweise, wenn Landingpages für Kampagnen angelegt, Beiträge aus Übersichten herausgeschoben oder Menüpunkte bei einem Relaunch gestrichen werden. Solche Seiten widersprechen Googles Empfehlung, jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite zu verlinken. Ist eine verwaiste Seite wichtig, braucht sie Links aus dem passenden Hub und aus thematisch verwandten Seiten; ist sie es nicht mehr, sollten Sie entscheiden, ob sie weitergeleitet, zusammengeführt oder entfernt wird.
Eng verwandt ist die Klicktiefe – die Zahl der Klicks, die von der Startseite bis zu einer Seite nötig sind. Google nennt dafür keinen Grenzwert. In der Hilfe zum Linkbericht rät Google aber, zu prüfen, ob Nutzer mit möglichst wenigen Klicks von einer Seite zur anderen gelangen. Unsere Praxiserfahrung: Seiten, die Ihnen geschäftlich wichtig sind, sollten nicht erst nach langen Klickpfaden durch Paginierungen oder Filter erreichbar sein, sondern direkt aus einem Hub oder einer Kategorieseite.
Interne Links prüfen: Search Console und Crawler
Für die Prüfung der internen Verlinkung braucht es zwei Werkzeuge: den Linkbericht der Search Console für Googles Sicht und einen Crawler für die vollständige Bestandsaufnahme.
Der Linkbericht der Search Console
Der Linkbericht zeigt im Bereich für interne Links, welche Ihrer Seiten innerhalb der eigenen Website am häufigsten verlinkt sind, und für eine einzelne Seite, welche Seiten auf sie verlinken. Google empfiehlt, dort unter anderem zu prüfen, ob zentrale Seiten wie Startseite und Kontaktseite intern richtig verlinkt sind. Beachten Sie die Grenzen des Berichts: Laut Google ist er keine vollständige Liste aller Links, Tabellen sind auf 1.000 Zeilen begrenzt, und Seiten werden nach ihrer kanonischen URL gruppiert. Ob ein Link mit nofollow ausgezeichnet ist, gibt der Bericht nicht an.
Crawler und Abgleich mit der Sitemap
Ein SEO-Crawler folgt den Links Ihrer Website wie eine Suchmaschine und liefert für jede URL die Zahl eingehender interner Links, die Klicktiefe, Statuscodes und Ankertexte. Unser bewährtes Vorgehen: Gleichen Sie die gecrawlten URLs mit den URLs aus Ihrer Sitemap ab. Seiten, die in der Sitemap stehen, aber beim Crawlen nicht gefunden wurden, sind Kandidaten für verwaiste Seiten. Wer eine solche Bestandsaufnahme nicht selbst durchführen möchte, findet sie als Teil unseres SEO-Audits.
Typische Fehler bei der internen Verlinkung
Die meisten Probleme mit internen Links sind keine Strategiefehler, sondern Pflegefehler, die sich über Jahre ansammeln.
- Links auf Weiterleitungen: Nach URL-Änderungen zeigen interne Links oft weiter auf die alte Adresse. Unsere Praxisempfehlung: Interne Links direkt auf die endgültige URL setzen, statt sich auf Weiterleitungen zu verlassen.
- Links auf Fehlerseiten oder noindex-Seiten: Ein Crawl zeigt schnell, welche internen Links auf 404-Seiten oder auf Seiten führen, die gar nicht im Index erscheinen sollen.
- Parameter in internen Links: Tracking- oder Sitzungsparameter erzeugen zusätzliche URL-Varianten derselben Seite. Warum das schadet, erklärt unser Beitrag zu Tracking-Parametern in internen Links.
- Navigation ohne echte Links: Menüs oder Teaser, die nur per Klick-Funktion funktionieren, kann Google laut Dokumentation nicht zuverlässig auswerten.
- nofollow auf internen Links: Google empfiehlt nofollow für Links auf Quellen, denen Sie nicht vertrauen. Aus unserer Sicht gibt es für interne Links auf eigene, wichtige Seiten keinen Grund dafür.
- Generische Ankertexte im Design: Wenn das Designsystem Teaser nur mit „Mehr erfahren“ beschriftet, fehlt Google und Screenreader-Nutzern die Information, wohin der Link führt.
In fünf Schritten zu einer besseren internen Verlinkung
Eine bestehende Website lässt sich mit einem überschaubaren Vorgehen schrittweise verbessern; die Reihenfolge ist unsere Praxisempfehlung.
- Bestandsaufnahme: Website crawlen, Ergebnis mit Sitemap und Linkbericht der Search Console abgleichen.
- Wichtige Seiten festlegen: Welche Seiten bringen Anfragen, Umsatz oder Sichtbarkeit? Diese Seiten brauchen die besten internen Wege.
- Struktur klären: Hub-Seiten pro Kernthema bestimmen, Breadcrumbs und Navigation daran ausrichten.
- Kontextlinks ergänzen: In bestehenden Texten passende Stellen suchen und mit beschreibenden Ankertexten auf die wichtigen Seiten verlinken.
- Fehler bereinigen und regelmäßig prüfen: Links auf Weiterleitungen, Fehlerseiten und Parameter-URLs korrigieren und die Prüfung in festen Abständen wiederholen.
Häufige Fragen
Was ist interne Verlinkung?
Interne Verlinkung umfasst alle Links, die von einer Seite Ihrer Website auf eine andere Seite derselben Website führen – in der Navigation, in Breadcrumbs, im Footer und im Fließtext. Sie hilft Nutzern bei der Orientierung und Google beim Auffinden und Einordnen Ihrer Seiten.
Warum ist interne Verlinkung wichtig für SEO?
Google findet Seiten laut eigener Dokumentation hauptsächlich über Links von Seiten, die es bereits gecrawlt hat. Der Linktext sagt Nutzern und Google zudem etwas über die verlinkte Seite. Google empfiehlt deshalb, dass jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website verlinkt ist.
Wie viele interne Links sollte eine Seite haben?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Google schreibt ausdrücklich, dass es keine magische ideale Anzahl von Links pro Seite gibt. Entscheidend ist, ob ein Link Lesern hilft, das Thema besser zu verstehen oder den nächsten sinnvollen Schritt zu finden.
Was ist ein guter Ankertext für interne Links?
Laut Google ist ein guter Ankertext beschreibend, angemessen kurz und relevant für die Seite, auf der er steht, und für die Seite, auf die er verlinkt. Allgemeine Formulierungen wie „hier klicken“ sind ungeeignet, und das Vollstopfen von Ankertexten mit Keywords verstößt gegen Googles Spam-Richtlinien.
Was sind verwaiste Seiten?
Als verwaiste Seiten bezeichnet man Seiten, auf die kein interner Link verweist. Sie sind oft nur über die Sitemap oder die interne Suche erreichbar. Google empfiehlt, jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite der Website zu verlinken – verwaiste Seiten widersprechen dieser Empfehlung.
Wie prüfe ich meine interne Verlinkung?
Ein erster Blick gelingt mit dem Linkbericht der Google Search Console, der zeigt, welche Seiten intern am häufigsten verlinkt sind. Der Bericht ist laut Google aber keine vollständige Liste aller Links. Für eine vollständige Analyse eignet sich ein Crawler, dessen Ergebnis Sie mit Ihrer Sitemap abgleichen.
Fazit: Struktur ist eine Entscheidung
Interne Verlinkung ist kein Detail, das sich nebenbei ergibt, sondern die bewusste Entscheidung, welche Seiten Ihrer Website wichtig sind und wie Besucher und Google zu ihnen gelangen. Die Grundlagen sind von Google klar dokumentiert: echte Links, jede wichtige Seite mindestens einmal verlinkt, beschreibende Ankertexte ohne Keyword-Stuffing. Alles darüber hinaus – Hubs, Querverbindungen, Klickpfade – ist Handwerk, das sich lohnt, weil es vollständig in Ihrer Hand liegt.
- Erreichbarkeit sichern: Jede wichtige Seite hat mindestens einen internen Link über ein <a href>-Element.
- Drei Ebenen nutzen: Navigation für die Hauptbereiche, Hubs und Breadcrumbs für die Struktur, Kontextlinks für die Vertiefung.
- Ankertexte beschreibend formulieren: verständlich ohne Umfeld, kurz, ohne Keyword-Aneinanderreihung.
- Verwaiste Seiten finden: Crawl und Sitemap abgleichen, wichtige Seiten anbinden.
- Regelmäßig pflegen: Links auf Weiterleitungen, Fehlerseiten und Parameter-URLs bereinigen.
„Interne Links sind die Wege, auf denen Google und Ihre Besucher durch Ihre Website gehen: Eine Seite, zu der kein Link führt, wird schwer gefunden – und eine Seite, zu der nur Links mit nichtssagendem Text führen, wird schwer verstanden.“

Quellen
Allgemeine Information zur Gestaltung interner Links. Die passende Struktur hängt von Größe, CMS und Zielen Ihrer Website ab. Mit „Praxis“ gekennzeichnete Empfehlungen beruhen auf unserer Projekterfahrung, nicht auf Google-Dokumentation. Stand: Oktober 2026.
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