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404-Fehler und defekte Links: Was sie für Ihr SEO wirklich bedeuten – und wie Sie sie finden und richtig beheben

Schaden 404-Fehler Ihrem Ranking? Was Google dazu sagt, wie Sie Soft 404 und defekte Links finden und wann 301, 404 oder 410 richtig ist.

SophieSophie11 Min. Lesezeit
404-Fehler und defekte Links: Was sie für Ihr SEO wirklich bedeuten – und wie Sie sie finden und richtig beheben

Kaum ein Bericht in der Search Console sorgt bei Website-Verantwortlichen für so viel Unruhe wie eine lange Liste von 404-Fehlern. Ein 404-Fehler bedeutet zunächst nur, dass unter einer URL keine Seite (mehr) existiert – und Google stuft das ausdrücklich als normalen Teil des Webs ein. Kritisch wird es erst, wenn Sie selbst auf tote URLs verlinken, wenn wertvolle Links ins Leere laufen oder wenn Ihr Server Fehlerseiten so ausliefert, dass Google sie für echte Inhalte hält.

Dieser Leitfaden erklärt, was 404 und 410 bedeuten, wie Google damit umgeht, warum der Soft 404 meist das größere Problem ist und wie Sie defekte Links finden und beheben.

Vertiefung: Technical SEO bei YellowFrog

Executive Summary

404 (Not Found) und 410 (Gone) sind nach der HTTP-Spezifikation RFC 9110 korrekte Antworten auf nicht vorhandene Seiten. Google entfernt URLs mit 4xx-Statuscode aus dem Index und crawlt sie mit der Zeit seltener; 410 und 404 behandelt Google gleich. Dass einzelne URLs nicht mehr existieren, beeinflusst laut Google nicht, wie die übrigen Seiten Ihrer Website ranken. Handlungsbedarf besteht bei 404-Fehlern, auf die Sie selbst verlinken oder die in Ihrer Sitemap stehen, bei verschobenen Inhalten (dann 301-Weiterleitung auf den Nachfolger) und bei Soft 404s – Fehlerseiten, die mit Statuscode 200 ausgeliefert werden. Massenhafte Weiterleitungen auf die Startseite sind keine Lösung: Google kann sie als Soft 404 werten.

Was 404 und 410 bedeuten

Die Statuscodes 404 und 410 sind keine Fehlfunktion Ihres Servers, sondern standardisierte Antworten darauf, dass unter einer angefragten Adresse nichts zu finden ist.

Definition · 404 und 410

Ein HTTP-Statuscode ist die dreistellige Antwort, die ein Server auf jede Anfrage eines Browsers oder Crawlers mitsendet. 404 (Not Found) bedeutet laut RFC 9110, dass der Server für die angefragte Adresse keine aktuelle Darstellung gefunden hat – oder nicht offenlegen will, dass eine existiert. 410 (Gone) bedeutet, dass die Ressource nicht mehr verfügbar ist und dieser Zustand voraussichtlich dauerhaft ist.

Die HTTP-Spezifikation RFC 9110 grenzt beide Codes sauber voneinander ab. Ein 404 sagt nichts darüber aus, ob das Fehlen vorübergehend oder dauerhaft ist. Weiß der Server, dass eine Ressource voraussichtlich dauerhaft verschwunden ist, soll er laut RFC 410 bevorzugen; weiß er es nicht, ist 404 die richtige Antwort. Die Spezifikation beschreibt 410 als Hilfe für die Website-Pflege: Der Server teilt mit, dass die Ressource absichtlich nicht mehr verfügbar ist und dass Links darauf entfernt werden sollten. Typische Fälle sind laut RFC zeitlich begrenzte Aktionen oder Inhalte von Personen, die nicht mehr zur Website gehören. Es ist ausdrücklich nicht nötig, jede dauerhaft entfernte Ressource als „gone“ zu markieren.

Davon zu unterscheiden ist ein defekter Link (Broken Link): Das ist ein Link, dessen Ziel einen Fehlerstatus liefert. Ein 404 beschreibt also die Ziel-URL, ein defekter Link die Verbindung dorthin. Diese Unterscheidung ist praktisch wichtig, denn reparieren lässt sich oft nicht die Ziel-URL, sondern nur der Link.

Wie Google mit 404- und 410-URLs umgeht

Google verarbeitet die Inhalte von URLs mit einem 4xx-Statuscode nicht und entfernt bereits indexierte URLs dieser Art nach und nach aus dem Index.

Googles Dokumentation zu HTTP-Statuscodes beschreibt das Verhalten genau: Inhalte, die Google von URLs mit 4xx-Statuscode erhält, werden ignoriert. Neu entdeckte 404-Seiten werden nicht verarbeitet, bereits indexierte URLs werden aus dem Index entfernt, und die Crawling-Häufigkeit nimmt allmählich ab. Alle 4xx-Fehler außer 429 behandelt Google gleich – für die Google-Suche macht es also keinen Unterschied, ob Sie 404 oder 410 senden. Der Code 429 (Too Many Requests) ist die Ausnahme: Google wertet ihn als Zeichen eines überlasteten Servers und damit wie einen Serverfehler.

Ganz vergessen wird eine URL dabei nicht. Die Search-Console-Hilfe zur Seitenindexierung stellt klar, dass Googlebot eine URL mit 404 wahrscheinlich noch eine Zeit lang weiter abruft und es keine Möglichkeit gibt, Googlebot anzuweisen, eine URL dauerhaft zu ignorieren – er crawlt sie aber immer seltener. Im selben Text heißt es: 404-Antworten sind nicht unbedingt ein Problem, wenn die Seite ersatzlos entfernt wurde.

Schaden 404-Fehler dem Ranking?

Die kurze Antwort lautet nein. In einem Beitrag im Search Central Blog hat Google bereits 2011 erklärt, dass 404-Fehler ein ganz normaler Teil des Webs sind und dass die Tatsache, dass einige URLs Ihrer Website nicht mehr existieren, nicht beeinflusst, wie die anderen URLs mit Statuscode 200 in den Suchergebnissen abschneiden. Google bevorzugt sogar ausdrücklich, dass entfernte Seiten einen echten 404- oder 410-Code liefern statt eines Soft 404.

Die eigentlichen Kosten defekter Links liegen woanders: Besucher landen in einer Sackgasse, und Links von anderen Websites auf eine tote URL bringen keinem Ihrer Inhalte mehr etwas.

Wann ein 404 ein Problem ist – und wann nicht

Ob Sie einen 404-Fehler beheben sollten, hängt davon ab, woher der Verweis auf die URL stammt und ob es für den alten Inhalt einen Nachfolger gibt.

Google gibt dafür eine klare Faustregel: Im Allgemeinen empfiehlt Google, nur 404-Fehler zu beheben, auf die Sie selbst verlinken oder die in einer Sitemap stehen. Wurde eine Seite verschoben, soll eine 3xx-Weiterleitung auf die neue Seite eingerichtet werden. Alles andere ist häufig Rauschen. Im Blogbeitrag von 2011 nennt Google Beispiele für 404-Fehler, die Sie getrost ignorieren können: URLs, die es auf Ihrer Website nie gab und die etwa durch Tippfehler anderer, fehlerhaft generierte Links oder Prüfungen von Google entstehen, wie Ihr Server auf unbekannte Adressen reagiert. Selbst kaputte URLs, die durch Scraper mit angehängtem Code entstehen, sind laut Google in der Regel kein Grund zur Sorge.

Aus unserer Praxis lassen sich 404-Fehler in vier Gruppen sortieren:

  • Selbst verursacht: Ihre Navigation, Ihr Fließtext oder Ihre Sitemap verweisen auf eine URL, die nicht mehr existiert. Das beheben Sie immer.
  • Verschoben: Der Inhalt lebt unter einer neuen Adresse weiter. Hier gehört eine 301-Weiterleitung hin.
  • Wertvoll verlinkt: Die alte URL hat Links von anderen Websites oder bringt noch Besucher. Gibt es einen passenden Nachfolger, leiten Sie weiter.
  • Bewusst entfernt oder nie vorhanden: Kein Nachfolger, keine relevanten Links. Hier ist der 404- oder 410-Status die richtige Antwort, und Sie müssen nichts tun.

Soft 404: der eigentliche Fehler

Ein Soft 404 ist eine Fehlerseite, die sich gegenüber Google als normale Seite ausgibt – und damit schwerer wiegt als ein ehrlicher 404.

Definition · Soft 404

Laut Search-Console-Hilfe zeigt eine Seite mit Soft 404 zwar eine nutzerfreundliche Meldung wie „Nicht gefunden“ an, liefert aber keinen 404-HTTP-Antwortcode. Googles Statuscode-Dokumentation ergänzt: Liefert eine Seite den Code 2xx, ihr Inhalt deutet aber auf einen Fehler hin – etwa eine leere Seite oder eine Fehlermeldung –, zeigt die Search Console einen Soft-404-Fehler an.

Google nennt im Blogbeitrag von 2011 zwei typische Ursachen. Erstens: Eine hübsch gestaltete Fehlerseite wird mit Statuscode 200 ausgeliefert, weil angenommen wird, nur so könne man Nutzern Inhalte zeigen. Das stimmt nicht – Sie können mit einem 404-Code jeden beliebigen Inhalt ausliefern. Zweitens: Alle unbekannten URLs werden auf die Startseite weitergeleitet. Beides kann laut Google das Verständnis und die Indexierung Ihrer Website beeinträchtigen.

Für Website-Umzüge formuliert Google die zweite Ursache noch deutlicher. In der Anleitung zum Websiteumzug mit URL-Änderungen heißt es, man solle nicht viele alte URLs auf ein einziges, inhaltlich unpassendes Ziel wie die Startseite der neuen Website weiterleiten; das könne Nutzer verwirren und als Soft 404 behandelt werden. Zulässig ist es dagegen, ältere URLs auf eine neue Seite umzuleiten, wenn deren Inhalte dort zusammengeführt wurden.

Soft 404s kosten zudem Crawling-Ressourcen. In Googles Hinweisen zum Crawl-Budget steht, dass Soft-404-Seiten weiter gecrawlt werden und Ihr Budget verschwenden, während ein 404-Code ein starkes Signal ist, die URL nicht erneut zu crawlen. Für welche Websites das Crawl-Budget überhaupt eine Rolle spielt, erklären wir im Beitrag Crawl-Budget für Unternehmen.

Soft 404 bei JavaScript-Anwendungen

Besonders anfällig sind Single-Page-Apps, die Seiten im Browser rendern und deshalb oft gar keinen passenden Statuscode senden können. Google empfiehlt in den JavaScript-SEO-Grundlagen zwei Wege: entweder per JavaScript auf eine URL weiterleiten, für die der Server einen 404-Statuscode liefert (etwa /not-found), oder der Fehlerseite per JavaScript ein robots-Meta-Tag mit noindex hinzufügen. Wie noindex wirkt und wann es greift, erklären wir im Vergleich robots.txt, noindex und Canonical.

301, 404 oder 410: die Entscheidungstabelle

Die richtige Maßnahme für eine nicht mehr vorhandene URL ergibt sich aus einer einzigen Frage: Gibt es eine Seite, die denselben Zweck erfüllt wie die alte?

Google beantwortet das im Blogbeitrag von 2011 so: Zieht ein Inhalt an eine neue Adresse um, gehört eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue URL eingerichtet. Wird der Inhalt ganz entfernt und gibt es nichts, was denselben Nutzerbedarf erfüllt, soll die alte URL 404 oder 410 liefern. Die Dokumentation zu Weiterleitungen ergänzt, dass Google permanente serverseitige Weiterleitungen empfiehlt, wo immer das möglich ist, und dass bei einer permanenten Weiterleitung das neue Ziel in den Suchergebnissen erscheint.

SituationMaßnahmeBegründung
Inhalt unter neuer URL (z. B. neuer Slug, neue Kategorie)301 auf die neue URL, interne Links auf das neue Ziel ändernGoogle: verschobene Seiten per 3xx weiterleiten
Mehrere alte Seiten in einer neuen zusammengeführt301 von jeder alten URL auf die zusammengeführte SeiteGoogle erlaubt das ausdrücklich bei konsolidierten Inhalten
Inhalt ersatzlos entfernt, keine relevanten Links404 oder 410 belassenKorrekte Antwort; schadet den übrigen Seiten nicht
Inhalt ersatzlos entfernt, aber mit Backlinks301 nur auf eine thematisch passende Seite, sonst 404/410Pauschal auf die Startseite kann als Soft 404 gelten
Tippfehler-URL, auf die andere verlinken301 auf die korrekte URLGoogle nennt dieses Beispiel selbst
URL hat nie existiert, keine LinksNichts tunGoogle: solche 404 können Sie ignorieren
Fehlerseite wird mit 200 ausgeliefertStatuscode auf 404 korrigierenSonst Soft 404

Zwei Hinweise aus der Praxis: Prüfen Sie nach dem Einrichten einer Weiterleitung, dass keine Ketten entstehen. Google rät in den Crawl-Budget-Hinweisen, lange Weiterleitungsketten zu vermeiden, weil sie sich negativ auf das Crawling auswirken. Und setzen Sie Weiterleitungen nicht als Ersatz für das Korrigieren interner Links ein: Der interne Link sollte direkt auf das Endziel zeigen.

Ein Sonderfall ist das Abschalten einer kompletten Website. Wie Google reagiert, wenn nicht einzelne Seiten, sondern eine ganze Domain verschwindet, beschreiben wir im Beitrag Google-Reaktion auf eine Website-Schließung.

Defekte Links finden

Defekte Links finden Sie am zuverlässigsten, wenn Sie drei Quellen kombinieren: die Search Console, einen Crawl Ihrer eigenen Website und Ihre Server-Logs.

Die Search Console

Im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console listet Google in der Tabelle „Warum Seiten nicht indexiert werden“ unter anderem die Gründe „Nicht gefunden (404)“ und „Soft 404-Fehler“. Wichtig für die Einordnung: Der Bericht enthält laut Hilfe nur URLs, bei denen im letzten Monat 404-Fehler aufgetreten sind – so soll eine ständig wachsende Liste vermieden werden. Mit dem URL-Prüftool können Sie einen Live-Test einer URL ausführen und über „Getestete Seite anzeigen“ in einem Screenshot sehen, wie Google die Seite rendert. Das ist besonders bei Soft-404-Verdacht hilfreich.

Haben Sie alle Fälle eines Problems behoben, können Sie im Bericht auf „Fehlerbehebung überprüfen“ klicken. Die Überprüfung dauert laut Google in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal deutlich länger. Sie ist optional: Google aktualisiert die Zahlen auch ohne Antrag, sobald die betroffenen Seiten erneut gecrawlt werden.

Interne defekte Links

Interne defekte Links haben Sie vollständig selbst in der Hand – sie sind deshalb der wichtigste Teil jeder Bereinigung. Die Search Console zeigt Ihnen, welche URLs einen Fehler liefern, aber nicht vollständig, von welchen Ihrer Seiten aus darauf verlinkt wird. Unsere Praxis: Ein Crawler, der Ihre Website wie ein Suchmaschinen-Bot abläuft, listet jeden internen Link mit Quellseite und Statuscode des Ziels auf. Gleichen Sie das Ergebnis mit Ihrer Sitemap ab: Eine Sitemap sollte nur URLs mit Statuscode 200 enthalten. Wie Sie Ihre Linkstruktur grundsätzlich robust aufbauen, steht im Leitfaden zur internen Verlinkung.

Eingehende Links auf tote URLs

Links von anderen Websites, die auf eine nicht mehr existierende URL zeigen, sind die Fälle, in denen sich eine Weiterleitung am meisten lohnt. Google nennt selbst das Beispiel einer falsch geschriebenen URL: Wer auf www.example.com/awsome statt /awesome verlinkt, wollte vermutlich auf Ihre Seite verweisen – mit einer 301-Weiterleitung auf die richtige Adresse erhalten Sie die beabsichtigten Besucher. Unsere Praxis: Server-Logs zeigen, welche nicht existierenden URLs tatsächlich aufgerufen werden und von welcher verweisenden Seite die Besucher kommen; Backlink-Tools von Drittanbietern ergänzen das um externe Links, die gerade keinen Traffic bringen. Priorisieren Sie nach der Zahl der Aufrufe und der Qualität der verlinkenden Seite.

Ausgehende defekte Links

Auch Links auf fremde Seiten veralten. Für Besucher ist ein toter Quellenlink ein Ärgernis, das die Glaubwürdigkeit eines Artikels schwächt. Unsere Praxis: Prüfen Sie ausgehende Links bei jeder Überarbeitung mit und ersetzen Sie tote Quellen durch die aktuelle Fundstelle.

Eine gute 404-Seite

Eine gute 404-Seite liefert den richtigen Statuscode und hilft Besuchern trotzdem weiter – beides schließt sich nicht aus.

Google betont im Blogbeitrag, dass Sie mit einem 404-Antwortcode beliebige Inhalte ausliefern können, und empfiehlt, Besuchern auf einer 404-Seite beim Finden des Gesuchten zu helfen, statt nur „404 Not Found“ anzuzeigen. Zugleich gilt: Dass eine Seite „404 Not Found“ anzeigt, heißt nicht, dass sie den Code auch sendet – das sollten Sie mit dem URL-Prüftool oder den Entwicklerwerkzeugen Ihres Browsers kontrollieren.

Aus unserer Praxis gehören auf eine hilfreiche 404-Seite:

  • eine klare, freundliche Aussage, dass die Seite nicht gefunden wurde,
  • die normale Navigation Ihrer Website, damit Besucher nicht festsitzen,
  • ein Suchfeld, falls Ihre Website eine interne Suche hat,
  • Links zu den wichtigsten Bereichen oder beliebten Inhalten,
  • eine Kontaktmöglichkeit, um den defekten Link zu melden.

Verzichten Sie auf automatische Weiterleitungen von der 404-Seite auf die Startseite nach einigen Sekunden. Damit entsteht genau das Muster, das Google als Soft 404 werten kann.

404-Fehler nach Relaunch und Umbau

Die meisten 404-Wellen entstehen nicht durch einzelne gelöschte Seiten, sondern durch Änderungen an der URL-Struktur – bei einem Relaunch, einem CMS-Wechsel oder einer neuen Kategorienlogik.

Google empfiehlt für Umzüge mit URL-Änderungen, für alte URLs, deren Inhalte nicht mit umziehen, auf der neuen Website korrekt den Statuscode 404 oder 410 zurückzugeben – und alle anderen gezielt weiterzuleiten. Unsere Praxis: Listen Sie vor jeder Strukturänderung alle bisherigen URLs mit Statuscode 200 auf, ordnen Sie jeder ein Ziel zu und prüfen Sie die Liste nach dem Go-live per Crawl gegen. Wenn Sie die Prüfung nicht selbst übernehmen möchten, deckt ein SEO-Audit Statuscodes, Weiterleitungen und interne Links systematisch ab.

Ihre Prüfroutine im Überblick

Eine feste Routine verhindert, dass sich defekte Links über Monate ansammeln; der folgende Ablauf hat sich in unseren Projekten bewährt (Praxis).

RhythmusPrüfungWerkzeug
MonatlichNeue Einträge bei „Nicht gefunden (404)“ und „Soft 404-Fehler“ sichtenSearch Console, Bericht zur Seitenindexierung
MonatlichInterne Links auf Fehlerziele und Weiterleitungsketten prüfenCrawler
QuartalsweiseAufgerufene, nicht existierende URLs mit verweisender Quelle auswertenServer-Logs
Bei jeder StrukturänderungURL-Liste vorher/nachher abgleichen, Weiterleitungen testenCrawler, URL-Prüftool
Bei jeder ÜberarbeitungAusgehende Quellenlinks prüfenCrawler oder manuelle Kontrolle

Häufige Fragen

Schaden 404-Fehler meinem Google-Ranking?

Nein, nicht für sich genommen. Google schreibt, dass 404-Fehler ein normaler Teil des Webs sind und dass nicht mehr existierende URLs nicht beeinflussen, wie die übrigen Seiten Ihrer Website in den Suchergebnissen abschneiden. Handeln sollten Sie, wenn wichtige Seiten betroffen sind oder wenn Sie selbst auf die fehlerhaften URLs verlinken.

Was ist ein Soft 404?

Ein Soft 404 liegt vor, wenn eine Seite für Nutzer wie eine Fehlerseite aussieht, etwa mit der Meldung „Nicht gefunden“ oder ohne Inhalt, der Server aber keinen 404-Statuscode sendet, sondern zum Beispiel 200. Google empfiehlt, für tatsächlich nicht vorhandene Seiten einen echten 404-Statuscode zurückzugeben.

Soll ich 404 oder 410 verwenden?

Für die Google-Suche ist das gleichwertig: Google behandelt alle 4xx-Statuscodes außer 429 gleich. Nach der HTTP-Spezifikation RFC 9110 signalisiert 410, dass eine Ressource absichtlich und voraussichtlich dauerhaft entfernt wurde. Wenn Sie das sicher wissen, ist 410 die präzisere Antwort, ansonsten 404.

Darf ich alle 404-Seiten auf die Startseite weiterleiten?

Davon rät Google ab. Viele alte URLs auf ein einziges, inhaltlich unpassendes Ziel wie die Startseite umzuleiten, kann Nutzer verwirren und von Google als Soft 404 behandelt werden. Eine 301-Weiterleitung ist nur sinnvoll, wenn es eine Seite gibt, die denselben Zweck erfüllt wie die alte.

Wie finde ich defekte Links auf meiner Website?

Ein guter Startpunkt ist der Bericht zur Seitenindexierung in der Google Search Console mit den Gründen „Nicht gefunden (404)“ und „Soft 404-Fehler“. Für interne Links ergänzen Sie ihn durch einen Crawl der eigenen Website, für eingehende Links durch Server-Logs oder ein Backlink-Tool. Google empfiehlt, vor allem 404-Fehler zu beheben, auf die Sie selbst verlinken oder die in einer Sitemap stehen.

Wie lange bleibt eine gelöschte Seite im Google-Index?

Eine feste Frist nennt Google nicht. Laut Dokumentation entfernt Google bereits indexierte URLs, die einen 4xx-Statuscode liefern, aus dem Index, und das Crawling solcher URLs nimmt nach und nach ab. Vergessen wird eine bekannte URL allerdings nie ganz: Googlebot fragt sie nur immer seltener ab.

Fazit: Ehrliche Statuscodes, saubere Links

404-Fehler sind kein Rankingproblem, sondern ein Hygienethema. Entscheidend ist, dass Ihr Server ehrlich antwortet – 404 oder 410 für Seiten, die es nicht mehr gibt, 301 für Inhalte, die umgezogen sind – und dass Ihre eigenen Links und Ihre Sitemap nur auf funktionierende Ziele zeigen. Die größten Risiken sind nicht die sichtbaren 404-Fehler, sondern Soft 404s und pauschale Weiterleitungen auf die Startseite. Mit einer monatlichen Routine aus Search Console und Crawl behalten Sie beides im Griff.

„Ein 404-Fehler ist kein Makel, sondern die ehrliche Antwort Ihres Servers auf eine Seite, die es nicht mehr gibt – zum Problem werden 404-Fehler erst, wenn Sie selbst auf sie verlinken, wenn Besucher in einer Sackgasse landen oder wenn eine Fehlerseite fälschlich als normale Seite ausgeliefert wird.“

— YellowFrog SEO-Team
Sophie

Über die Autorin

Sophie

SEO-Strategin bei YellowFrog – Schwerpunkte: technische SEO-Audits, Crawling und Indexierung.

Fachlich geprüft von Elena – Head of SEO

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Allgemeine Information zum Umgang mit 404-Fehlern und defekten Links. Die richtige Maßnahme hängt von Ihrem CMS, Ihrer Serverkonfiguration und der Bedeutung der betroffenen URLs ab. Mit „Praxis“ gekennzeichnete Empfehlungen beruhen auf unserer Projekterfahrung, nicht auf Google-Dokumentation. Stand: Oktober 2026.

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